Kurzanleitung
Von Rohmaterial zur synchronen Sequenz
Das Tool vergleicht ausschließlich Tonspuren. Fehlender oder defekter Timecode spielt keine Rolle — die Zeitinformation entsteht neu aus der Wellenform und landet in der XML.
1 · Material laden
Drehtag-Ordner in die Arbeitsfläche ziehen oder über „Ordner wählen“ öffnen. Kamera- und Tondateien werden erkannt, die Tonspur jeder Datei wird lokal ausgelesen. Beim ersten MXF lädt einmalig der Decoder.
2 · Gruppen prüfen
Vorgruppiert wird strikt nach Drehtag — eine Gruppe ist genau ein Drehtag und wird später genau eine Multicam-Sequenz. Ordner spielen dabei keine Rolle, damit Kamera und Ton desselben Tages zusammenfinden. Über das Auswahlfeld an jedem Clip lässt sich die Gruppe korrigieren, Gruppennamen sind per Klick änderbar.
3 · Synchronisieren
„Alle Gruppen synchronisieren“ startet den Batch-Lauf. Referenz ist der längste Clip der Gruppe, alternativ per „Referenz“ selbst setzen. Clips, die zur Referenz keinen brauchbaren Treffer haben, werden über schon gelöste Clips nachgezogen.
4 · Vorbereitung prüfen
Die Prüfliste meldet mehrere Drehtage in einer Gruppe (mit „Nach Drehtag trennen“), doppelte oder unsaubere Dateinamen, abgebrochene Kopiervorgänge, fehlenden Ton und unsichere Treffer — so lassen sich Fehler aus Benennung und Ablage am Set noch korrigieren. Die Gruppierung wird bewusst von Hand bestätigt, erst danach ist der Export frei. Die Wellenformen liegen auf einer gemeinsamen Zeitachse übereinander. Der Prozentwert ist die Trefferqualität: unter 45 % wird gewarnt. Clips lassen sich mit der Maus ziehen oder framegenau mit −1 F / +1 F nachschieben.
5 · Exportieren
Absoluten Medienpfad und Sequenz-Framerate eintragen, dann XML exportieren. In Premiere: Datei → Importieren → XML wählen. Das Originalmaterial wird verlinkt, es wird nichts neu kodiert.
Gut zu wissen
- Ordnerzugriff funktioniert in Chrome und Edge. In Safari und Firefox bitte Dateien per Drag & Drop übergeben.
- Browser dürfen absolute Dateipfade nicht auslesen. Deshalb wird der Medienpfad einmal von Hand eingetragen — er bildet die Verknüpfung in der XML.
- Bei Dateien über 600 MB wird nur der Dateianfang analysiert; das reicht, solange die Clips dort gemeinsamen Ton haben. Solche Clips sind markiert.
- Clips ohne verwertbaren Ton (Stille, nur Wind) werden als unsicher markiert statt falsch platziert.